KLEINES WIESENTAL Burg Alt-Waldeck
Die Burg Alt-Waldeck, die auch Krandelburg oder Randenburg genannt wird, ist eine abgegangene Spornburg in der Gemeinde Kleines Wiesental. Sie wurde um 1149 anlässlich einer Schenkung der Herren von Waldeck urkundlich erwähnt. Es haben sich nur noch spärliche Spuren erhalten.
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Der Burgstall Alt-Waldeck liegt auf einem Bergsporn zwischen dem Kernort Tegernau und dem Wohnplatz Niedertegernau. Er ist über den Rammelsgrabenweg erreichbar, der etwa auf halber Strecke von der Gemeindestraße von Wieslet nach Eichholz abzweigt. Die letzten 150 Meter abwärts auf den Bergsporn müssen über einen verwachsenen Pfad zurückgelegt werden.
Alt-Waldeck wird 1149 gemeinsam mit der Burg Neu-Waldeck urkundlich erwähnt, als König Konrad III. den Besitz dem Basler Bischof Ortlieb von Frohburg bestätigte. Beide Burgen waren dem Bischof zuvor von Trutwin und Heinrich von Waldeck geschenkt worden.
Die Burg wurde lange Zeit beim Weiler Hohenegg, zugehörig zum Ortsteil Raich vermutet. Dort findet sich ein auf einen Burgstall hindeutender Flurname, allerdings keine baulichen Hinweise auf eine Burganlage. Die Zuordnung Alt-Waldecks zum Burstell bei Hohenegg wurde deswegen von dem Historiker Werner Meyer kritisiert, der Alt-Waldeck dagegen in Tegernau suchte: Am südlichen Ortsausgang von Tegernau finden sich Hinweise auf zwei abgegangene Burgen. Näher am Ort liegt das heute so bezeichnete „Schloss Tegernau“, weiter südlich die „Krandelburg“. Werner Meyer schlug vor, die näher am Ort gelegene Burg als Alt-Waldeck anzusehen, die etwas weiter abseits gelegene als Neu-Waldeck. Dies wird durch Keramikfunde bei der näher am Ort gelegenen Burg gestützt, die auf eine frühere Gründung hinweisen. Eine Lehensbeschreibung aus dem 15. Jahrhundert, in der Alt-Waldeck als Ortsangabe verwendet wird, legt jedoch nahe, dass das näher am Ort Tegernau gelegene „Schloss Tegernau“ Neu-Waldeck war, während die weiter südlich gelegene „Krandelburg“ früher Alt-Waldeck hieß.[
Auf dem Bergsporn schützten bergseits zwei tiefe Halsgräben den Zugang. Das Burgplateau ist oval, etwa 30 m lang und 15 m breit und ist terrassiert, aber ohne Mauerreste. Talseits befindet sich an der Basis des Burghügels ein hufeisenförmiger Wall. Keramikfunde konnten auf das 10. und 11. Jahrhundert datiert werden.
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